Warum nehme ich Geld dafür

Hier meine 4 Grundhypothesen, die ich für mich gerade ergründe und die wichtig sind in der richtigen Reihenfolge zu betrachten:

   1. Was ist eigentlich mein Plan?

  2. Wie viel ist genug dafür?

  3. Wenn du etwas tust, was du auch umsonst tun würdest, damit aber auch noch genug Geld verdienen kannst, damit es reicht für: “Wie viel ist genug”, um “meine Plan” zu verfolgen, dann ist etwas sehr schönes!

 4. Was ist eigentlich Geld für mich?

 

Was ist eigentlich mein Plan

 

Weißt du eigentlich was dein konkreter Plan ist, den du gerne umsetzen willst?

Ich führe eine Liste mit Dingen, die ich gerne einmal machen, oder lernen würde und unterteile diese in Ziel, Warum und  Datum. Das Ziel ist bspw. so etwas wie: “Ein langes körperlich herausforderndes Abenteuer gemacht zu haben.” Diese Ziele formuliere ich immer wieder. Entweder nachdem ich mit Freunden gesprochen habe, ein inspirierendes Buch gelesen habe, oder einfach so beim unterwegs sein.

Jetzt kommt aber eigentlich das viel wichtigere: Warum will ich das Ziel eigentlich machen? – Bei dem konkreten Abenteuer Beispiel: “Will ich erfahren, wie es ist eine Art Expedition zu machen, was der Körper eigentlich so aushalten kann und vor allem mir Zeit nehmen in Kulturen einzutauchen”. Deswegen habe ich irgendwann die Wanderung: “2600 km zu Fuß durch Europa” gemacht. Ich schaue immer wieder auf die Liste und unter Datum schreibe ich eine % drauf, wie viel davon ich schon erreicht habe. Das ist natürlich sehr subjektiv, aber oftmals ist alleine schon zu merken, dass man die richtigen Wanderschuhe gekauft hat, zwei Prozentpunkte Wert.

 

Diese Liste hilft mir immer wieder, wenn ich mich in etwas verrenne. Damit kalibriere ich, ob das, was ich gerade mache, auch zu einem der Ziele führt. Deswegen auch die % Anzahl, weil wenn diese steigt und ich mich damit wohlfühle, dann ist doch alles tutti.

 

Gerade beim Thema Arbeit. Man kann immer so viel mehr Zeit mit der Arbeit verbringen und das damit rechtfertigen, mehr Geld zu verdienen. Wenn dann aber die Frage gestellt wird “Warum willst du mehr Geld verdienen?”, dann ist es oftmals eine sehr vage Aussage, weil viele nicht darüber nachdenken, was eigentlich ihr Plan ist.

 

Ich denke die Reihenfolge der Fragestellung ist bedeutend: 1. Was ist eigentlich mein Plan? 2. Wie viel brauche ich dafür? 3. Kannst du es damit verdienen, was du auch umsonst tun würdest? Schaue dir dafür gerne mal das Fischer Gleichnis an.

 

 

Wie viel ist genug dafür:

 

Ich versuche mir immer wieder diese Frage zu stellen.

 

Wie viel ist eigentlich genug?

 

Für mich hat Material und Besitzt kaum eine Bedeutung. Ich habe fast keine emotionale Bindung zu Gegenständen, auch wenn diese für mich eine emotionale Bedeutung, oder Historie haben. Natürlich haben manche Dinge eine praktische Bedeutung, wie der Laptop, oder das Smartphone, mit denen ich einfach viele Dinge erledige, aber dadurch, dass alles irgendwo in der Cloud abgespeichert ist, sind auch nur das Medien, um die Information abzurufen, die ich brauche. Ich denke wir haben heutzutage definitiv genug von allem und ich denke. Wir konsumieren zu viel und denken zu wenig darüber nach, dass Herausforderungen und Anstrengungen einfach zum Leben dazu gehören.

 

Ein sehr schönes Buch was das Thema Besitzt darstellt ist Robinson Crusoe von Daniel Defoe. Wenn du alleine auf einer Insel bist, dann gehört ja eigentlich alles dir, oder? Aber wenn keiner da ist, der daran glaubt, dann ist das Eigentum ja auch irgendwie sinnlos.

 

Entsprechend häufe ich auch kaum Besitzt an. Wenn ich kann, dann leihe ich mir Dinge, oder tausche, aber es kommt sehr selten vor, dass ich mir etwas kaufe, was ich nicht konkret brauche. Mir ist es egal, ob meine Schuhe Löcher haben, oder das T-Shirt einen Fleck. Ich nutze es solange, bis es entweder unpraktisch ist, oder komplett kaputt ist.

 

Was ich aber wirklich brauche, um praktisch und zufrieden zu Leben und um meine Ziele zu erreichen, kann ich für mich ganz einfach ausrechnen. Hier spreche ich aus der eigenen Erfahrung. Mir ist bewusst, dass wir alle unterschiedlich sind. Manche haben ein Haus, andere Kinder, andere leben in München und jemand in Lüneburg. Sprich der Rahmen, in dem wir uns alle bewegen ist unterschiedlich.

 

Natürlich ist es auch wichtig für die Zukunft zu planen und sich etwas zurück zu legen, hier bin ich wahrscheinlich kein Paradebeispiel, weil ich mir einen konkreten Plan mache, überlege was ich dafür brauche und das auch versuche zu verdienen (plus ein wenig mehr, um Risiken abzudecken).  Aber kaum mehr, wenn ich nicht einen Plan habe, was ich damit machen will.

 

Die Frage ist dann natürlich und was ist mit der Rente? Ich glaube wenn ich lerne ein Selbstbestimmtes Leben zu führen, dann habe ich genug Erfahrung wenn ich über 60 bin es auch weiter zu tun. Derzeit (mit 31) sehe ich die Rente als Zusatz, den ich vielleicht irgendwann mal bekomme, aber ich rechne nicht fest damit.

 

Wie viel ich brauche versuche ich damit zu verdienen, was ich auch umsonst tun würde…

 

Wenn du etwas tust, was du auch umsonst tun würdest, damit aber auch noch genug Geld verdienen kannst, damit es reicht für: “Wie viel ist genug”, um “meinen Plan” zu verfolgen, dann ist etwas sehr schönes

 

Es gibt Dinge, die ich einfach sehr gerne tue. Ich halte gerne Vorträge und denke auch über neue Vortragsformate nach. Ich organisiere gerne Reisen und liebe es unterwegs zu sein. Ich habe aber auch gemerkt, dass ich gerne in einem anderen Land was zu tun habe, sprich ein konkretes Ziel, um dahin zu gehen. Deswegen organisiere ich Wanderungen in anderen Ländern. Ein Ziel von mir im Leben ist es aber auch einmal zu Fuß um Europa herum zu laufen. Ich unterstütze gerne neue Ideen und Ansätze und versuche mit all dem genannten genug Geld zu verdienen, um mir meine Pläne zu finanzieren. Das ermöglicht mir aber auch die Zeit zu haben andere Projekte zu durchzuführen, an denen ich nicht unbedingt etwas verdienen muss, oder auch Menschen ohne Gegenleistung helfe.

 

Was ist eigentlich Geld für mich?

Ich persönlich sehe Geld, als Tauschmittel für andere Waren, mehr auch nicht.

Was meine ich damit konkret?

Geld wurde eigentlich erfunden, als Tauschmittel für Waren. Vor langer Zeit hat der Bauer seine Kartoffeln beim Schuster gegen Schuhe eingetauscht, leider braucht der Bauer aber nur ein paar Schuhe und der Schuster nur 10 kg Kartoffeln, sprich der Tausch ist sehr endlich, was den Nutzen anbelangt. Zu Beginn gab es Zwischengüter, die von allgemeinem Bedarf waren, wie bspw. Getreide, Gold und Silber. Obwohl der Schuster kein weiteres Getreide, oder Gold und Silber brauchte, hat er es trotzdem angenommen, weil er sich dafür etwas anderes kaufen konnte. Somit wurde die erste Währung (Ware) erfunden. Irgendwann war es den Leuten einfach zu unpraktisch Sackweise Getreide auf dem Markt zu bringen, um dafür andere Güter zu kaufen.  Also erfindet man Münzen aus Gold und Silber, sprich einer Sache, die sowieso vorher schon gehandelt worden sind. Wäre Getreide nicht verderblich, hätte vielleicht unser Geld auch aus gepressten Weizenkörnern sein können. Stell dir das mal vor, dass du mit Corny Riegeln zahlen könntest, also gepresstem Getreide. Durch die Zwischengüter, wie Gold kann der Schuster seine Schuhe auch an einen anderen Kartoffelbauer verkaufen, obwohl der Schuster genug Kartoffeln hat und erhält im Gegensatz Goldmünzen, es wird entsprechend vergeltet bzw. vergütet.

Heutzutage vergessen wir oft den eigentlich Sinn hinter Geld, sprich ein praktisches Mittel, um andere Waren, oder Dienstleistungen zu erhalten, die man braucht.  

Ich stelle mir aber oft die Frage, muss ich den für alles mit Geld bezahlen, wenn es im Prinzip nur eine Zwischenlösung für den Austausch von Waren ist?

Entsprechend probiere ich auch viele Dinge einfach zu tauschen. Beispielsweise muss man für meine Vorträge nicht immer etwas bezahlen, du kannst auch Freitickets erhalten. Insgesamt stelle ich mir die Frage, kann es eine Gesellschaft geben, in der nicht mehr nur Geld als Zahlungsmittel möglich ist, sondern im Sinne von “Back to the roots”, man auch tauschen kann.

 

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