Meine Name ist Vitali, Vitaly, Wladimir, Vietaly, oder mein Favorit Vivaldi, aber eigentlich heiße ich Witali…

Geboren in Russland und aufgewachsen in einem kleinen Ort namens Neuwied in Rheinland-Pfalz. Als ich klein war, dachte ich, dass ich später LEGO Ingenieur werde. Ein paar Jahre später war mein Ziel Profi Sportler zu werden, bzw. es zumindest zu versuchen. Immerhin schaffte ich es in die russische Nationalmannschaft im Inline Speedskating.

Immer wenn sich die Gelegenheit bot, reiste ich, ob mit dem Kajak in Alaska, durch die Wüste von Usbekistan, Tanzen auf einer indischen Hochzeit, oder in Ecuador. Ich ließ keine Gelegenheit verstreichen was anderes zu sehen. Nur mit dem Geld war es nicht immer so einfach.

Anschließend empfand ich einen starken unternehmerischen Trieb. Also studierte ich BWL an der WHU bei Koblenz. Nach dem Studium dachte ich, dass ich jetzt so ein richtig reicher Unternehmer werde, wie die Jungs, die Facebook und Co. gegründet haben. Zuerst verkaufte ich Maschinen nach Russland, verhökerte Autoreifen und Werkzeug über das Internet, produzierte aus Autoreifen Taschen und versuchte mich sogar an Möbeln, organisierte Konferenzen, startete eine Social Media App im Silicon Valley, baute eine Community für Events auf und bot als Agentur Dienstleistungen an. Alles funktionierte so lala, aber nichts ergriff so richtig mein Herz.

Mit 30 fragte ich mich, worauf ich denn wirklich Lust hätte und was mir Energie gibt. Ich liebte das Reisen und wollte ein Abenteuer erleben.

Also schnappte ich mir meine Freundin, wir waren erst ein paar Monate zusammen, und gingen spazieren. Daraus sind 2600km zu Fuß durch Europa geworden. In Köln wieder angekommen, empfand ich nach nur wenigen Monaten das Bedürfnis wieder raus zu gehen und machte mich erneut auf den Weg, um weitere 1700km zu laufen.

Leuten ein Vorbild sein und mir Zeit zu nehmen etwas zu erzählen, was ich gelernt habe, hat mir schon immer viel Energie gegeben. Sei es Gastvorlesungen an Unis zu halten, oder bei diversen Gründerkonferenzen zu sprechen. Deswegen habe ich mich entschieden, auch in Zukunft wieder Vorträge zu halten und ein Buch zu schreiben und jetzt mache ich genau das.

Ach ja und ist dir im ersten Satz was aufgefallen?

Ist da zufällig ein (e) zu viel? Was für einen Eindruck hat das auf dich? Tatsächlich starte ich so ziemlich oft meine E-Mails und vertippe mich. Eine Sache habe ich aber gelernt. Lieber gemacht, als perfekt gedacht.

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